Helaba Finanzplatz-Fokus 2010: Moderater Personalabbau in Frankfurts Banken Frankfurt am Main
Frankfurt am Main
Helaba Finanzplatz-Fokus 2010: Moderater Personalabbau in Frankfurts Banken Frankfurt am MainDie Helaba Landesbank Hessen-Thüringen hat heute ihre neue Finanzplatz-Studie veröffentlicht, die den Fokus auf die Beschäftigungsperspektiven am deutschen Bankenzentrum legt. "Die Zahl der Kreditinstitute ist in Folge der Finanzkrise bislang nur leicht gesunken, und die Main-Metropole hat sich als attraktiver Standort für ausländische "player" bewährt", erläutert Dr. Gertrud Traud, Chefvolkswirtin der Helaba. Einige Auslandsbanken planen den Ausbau ihrer Geschäftsaktivitäten und suchen bereits wieder hochqualifizierte Spezialisten. Auch der Trend zur Konzentration der deutschen Bankbeschäftigung auf den Finanzplatz am Main begrenzt den Personalabbau in den hiesigen Bankentürmen. Diesen vielversprechenden Signalen stehen allerdings die personellen Überkapazitäten einiger Inlandsbanken gegenüber, bei denen der Anpassungsprozess z.B. aufgrund von Beschäftigungsgarantien teilweise mehrere Jahre andauern wird. Alles in allem gehen die Volkswirte der Helaba nun von einem geringeren Personalabbau am Finanzplatz Frankfurt aus als im letzten Frühjahr. So erwarten sie von heute an bis Ende 2012 einen konsolidierungsbedingten Beschäftigungsrückgang bei den Frankfurter Instituten um rund 3 %, so dass bereits die Hälfte der Wegstrecke zurückgelegt wurde. Insgesamt würde der Rückgang mit rund 6 % nur etwa halb so groß ausfallen wie nach Platzen der dotcom-Blase. Die neue Helaba-Studie sieht für das deutsche Finanzzentrum gute Chancen, sich im internationalen Wettbewerb der Finanzplätze noch besser zu positionieren. In Folge der Finanzkrise mit ihren besonderen Herausforderungen für Großbritannien hat das Image Londons als führender europäischer Finanzplatz Schaden genommen. Die globale Reform von Regulierung und Aufsicht könnte den britischen Bankenplatz stärker belasten, wenn es gerade in Bereichen mit signifikantem Marktanteil Londons zur vermehrten Kontrolle kommt. Dies zeichnet sich in der EU nun bei Hedge Fonds und Private Equity-Gesellschaften ab. Das deutsche Finanzzentrum sollte seine bewährt solide Ausrichtung in die internationale Regulierungsdebatte einbringen; für den langfristigen Erfolg eines Finanzstandortes sind Regulierungen mit Augenmaß wichtiger denn je. Dann ist es wahrscheinlich, dass der Finanzplatz Frankfurt als relativer Gewinner aus dem krisenbedingten Anpassungsprozess in der Bankenwelt hervorgeht.
Die Studie finden Sie unter http://volkswirtschaft.helaba.de
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